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Surinam: In 25 Jahren nur zwei Bäume pro Hektar ernten

 

Nachhaltige Forstwirtschaft als Tropenwaldmedizin

 

Ein sich selbst überlassener Urwald ist komplett CO2-neutral, also ohne wirklichen Gewinn für das Klima. Denn im naturbelassenen Wald wächst nur exakt so viel Holz nach, wie durch den natürlichen Verfall verloren geht. Dabei setzt das verrottende Holz CO2 frei, das durch die nachwachsenden Bäume in gleicher Menge wieder gebunden wird. Wie man stattdessen den Tropenwald fit hält und gleichzeitig das Klima entlastet, zeigt das kleinste südamerikanische Land: Surinam.

Surinam verfolgt ein weltweit beispielhaftes Programm zur nachhaltigen Forstwirtschaft. Danach werden nur alle 25 Jahre zwei Bäume pro Hektar aus dem Tropenwald entnommen – strengstens kontrolliert von der staatlichen Forstbehörde SBB.

Entscheidendes Auswahlkriterium für die Ernte ist das Alter der Bäume. Denn das Fällen eines alten Baums hat gleich mehrere Vorteile: Zum einen wird verhindert, dass ein überalterter Baum verrottet und damit CO2 freisetzt. Zum anderen gelangt durch die Herausnahme solcher Bäume mehr Licht zum Waldboden und ermöglicht das Wachstum neuer Pflanzen und Bäume – die wiederum mehr CO2 binden. Das Ergebnis: ein gesunder, umweltaktiver und lebendiger Urwald.

In Surinam ist man sich bewusst, dass der intakte Wald eine der wertvollsten Ressourcen des Landes darstellt. Deshalb kontrolliert die SBB auch den Export des Holzes extrem streng – vom Einschlag im Urwald bis zum Verladen im Hafen. In Europa wird das wegen seiner Eigenschaften für den Außenbereich besonders geeignete Surinamholz nahezu ausschließlich als Diele für den hochwertigen Terrassenbau verwendet.

 

 

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