Nachhaltige Forstwirtschaft

In Surinam sind ca. 94% der Fläche bewaldet. Vom gesamten Wald werden derzeit jedoch nicht mehr als 10% genutzt. Die übrige Fläche ist nicht bewirtschafteter Primärwald. Brandrodung zur Gewinnung von Ackerflächen ist in vielen tropischen Ländern ein Problem, jedoch nicht in Surinam!

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In Surinam hat man die Bedeutung des Waldes als natürliche Ressource erkannt. Der Bevölkerungsdruck ist mit nur 500.000 Einwohnern gering. Eine Umwandlung von Urwald in Palmölplantagen, wie man dies z.B. aus Indonesien kennt, findet daher in Surinam nicht statt.

In einem unberührten Urwald wird ebenso viel Co2 durch Verrottung freigesetzt, wie durch Holzzuwachs gespeichert wird. Der Urwald ist also Co2 neutral.

Klimaschutz

In Europa werden Wälder schon seit vielen Jahrhunderten nachhaltig bewirtschaftet. Surinam hat als eines der ersten Länder die Bedeutung dieses Prinzips für seine Forstwirtschaft erkannt und setzt es konsequent durch die staatliche Forstbehörde SBB um. Jede Waldkonzession, die bewirtschaftet werden soll, wird exakt inventarisiert. Bäume, die entnommen werden dürfen, werden markiert. Nur diese als "schlagreif" markierten Bäume dürfen auch gefällt werden. Nach dem Einschlag wird der Waldabschnitt für 25 Jahre gesperrt, damit sich die Vegetation regenerieren kann. Neue Bäume nehmen in dieser Zeit den Platz ein, der durch das Fällen geschaffen wurde. Sie streben ans Licht und schließen die entstandene Lücke im Kronendach in nur wenigen Jahren.

"In Surinam wird die nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes durch die staatliche Forstbehörde SBB streng kontrolliert. Es wird dem Wald immer nur so viel Holz entnommen wie auch wieder nachwachsen kann."

Ein nachhaltig bewirtschafteter Wald speichert zusätzliches C02. Weil durch das vorsichtige lichten der Urwaldkrone Licht bis zum Waldboden gelangt, bekommen viele neue Bäume und Pflanzen die Chance zu wachsen.